Born to be wild

1280px Kawasaki Z1. Von Manju - photo taken by Manju, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=400364Als Jugendlicher träumte ich vom Motorradfahren. Der Film „Easy Rider“ hat – wie so Viele – auch mich tief beeindruckt.
Motorräder der Marke Harley-Davidson waren allerdings in Europa derzeit noch sehr exclusiv und solche phantasievollen Umbauten, wie sie in dem Film zu sehen sind – insbesondere die lange Vorderradgabel – waren noch auf lange Zeit nur in den USA erlaubt.
Mein Geschmack war damals freilich ohnehin noch ein etwas anderer, obwohl ich auch schon auf möglichst großvolumige Motoren orientiert war. Die erste Kawasaki  750 H2 war zunächst mein Favorit, bald gefolgt von der damals sensationellen 900 Z1. Beide kamen Anfang der 1970er Jahre auf den Markt – ich glaube, die Z1 kam 1972 heraus. Die war kurz nach der H2 wiederum erst einmal das hubraumstärkste und schnellste Serienmotorrad der Zeit. Auch heute noch ein schönes Krad.
Aber ich fing kleiner an *). Bis heute erinnere ich mich an meine erste Fahrt mit meinem neuen Mofa – das war eine rote „Mobylette“ von der französischen Firma Motobecáne und ich war fünfzehn Jahre alt. Es war großartig! Ich weiß noch ganz genau, wie sich das Fahren anfühlte – das tolle Gefühl, irgendwie getragen zu werden, der jetzt auf einmal angenehme Fahrtwind, gegen denMofa von Motobecáne "Mobylette" man nun nicht mehr so wie auf dem Fahrrad kämpfen mußte (es war Sommer), das Geräusch des kleinen Motors da unter mir und wie brav das Gefährtchen sogar Berge hinaufkeuchte (solange die nicht allzu steil waren).
Es gab mir ein Gefühl von Freiheit und Unabhängigkeit – besonders, wenn ich daheim losfuhr, schwungvoll die Böschung an der Garage hinunter, dann gleich mit Vollgas um die Kurve und die ansteigende Straße hinauf. Das Unabhängigkeitsgefühl war allerdings auch noch besonders befördert durch das strenge Regime, das mein Vater damals daheim führte. Ich war unterwegs und weg von zu Hause, so oft es irgend ging – und mein geliebtes Mofa war das beste Vehikel, mich in die freie Welt hinauszutragen. Leider wurde dies bald bemerkt und mein Vater hatte die unangenehme Gewohnheit, das Mofa als Strafe für jede meiner diversen Missetaten (wie vor allem mangelhafte Schulleistungen) eine Zeitlang in der Garage einzuschließen. Er war ja ein Lehrer … Das ging in dieser Art über längere, ja viel zu lange Zeit – bis ich eines sonnigen Tages endlich einmal den Mut fand, die Kette durchzusägen, mit er das Mofa angeschlossen hatte. Es war, als habe ich die Kette von mir selbst abgeworfen, tatsächlich. Kein Spaß …
Selbstverständlich hatte ich mir damals bald ein größeres und schnelleres Moped gewünscht, vor allem eins mit Sitzbank, um Mädels mitnehmen zu können, aber das war und blieb für lange Zeit unerschwinglich. Klar, daß meine Moby locker 45 km/h statt der vorgeschriebenen 25 km/h lief. Klar auch, daß ich dazu den Ansauggeräuschdämpfer vor dem Luftfilter und den Schalldämpfer im Auspuff entfernt hatte. So lief die Kleine schneller, röhrte dabei aber in eigentlich recht offensichtlicher Diskrepanz zum Erscheinungbild wie ein brunftiger Hirsch auf einer Waldlichtung im Mondschein. Das fiel mir allerdings nicht weiter unangenehm auf; es war mir wohl vielmehr ganz recht so – schätze, ich  konnte mich zu der Zeit ganz prima damit identifizieren.
Etwa 1977 hatte ich mal für kurze Zeit eine Honda „Super Cub“**), für die ich allerdings noch keinen Führerschein hatte. Bevor es jedoch diesbezüglich zu irgendwelchen Konflikten kommen konnte, wurde sie mir geklaut.
Nicht lange darauf bekam ich supergünstig eine weitere Seltenheit: eine 50er Malaguti, die als (führerscheinfreies) Mofa in den Paieren stand, aber mit einem 4-Gang-Getriebe immerhin etwa 70 km/h lief – abgesehen von meiner damals immer noch obligatorischen Entnahme des Schalldämpfers ganz serienmäßig und ohne weitere „Frisur“! Sie war technisch ziemlich gut, sah wie eine 125er Enduro aus – mit hohen Schutzblechen und Stollenreifen – und begleitete mich ein paar Jahre. Ich nahm sie 1980 mit nach Heidelberg – von wo aus ich u. a. einmal eine schöne Tour im Morgengrauen durchs Neckartal bis nach Nürnberg unternahm – und wenig später auch nach Karlsruhe, wohin ich noch im selben Jahr umsiedelte. Dort fand ich vor lauter Bass-spielen erst einmal kaum noch Zeit und Verwendungsmöglichkeiten für das hübsche Maschinchen und verkaufte sie bald.
Als ich endlich den Autoführerschein machen konnte, entschied ich dagegen, den Motorradführerschein im gleichen Zug auch noch zu absolvieren. Es hätte damals wenig Aufwand bedeutet und auch nur ein paar hundert Mark mehr gekostet – aber ich spielte schon Kontrabaß in diversen Bands, fuhr dabei noch sehr aufwendig mitsamt Kontrabaß und „Polytone“-Verstärker mit der Bahn überallhin und war der Ansicht, daß ich nun doch kein Motorrad mehr bräuchte, zumal es zum Transport von einem Kontrabaß grundsätzlich sehr ungeeignet erscheinen muß – was es in der Tat auch ist. Als wahrscheinlich einzige Möglichkeit, einen solchen Transport dennoch zu verwirklichen, um nicht zu sagen: zu erzwingen, muß man wohl über einen Beiwagen nachdenken, aber so was macht mir, glaube ich, keinen Spaß. Dann kam die Zeit mit Familie und Kindern – und für solche Dinge war natürlich kein Geld und keine Zeit mehr übrig.
Simson "Schwalbe" KR 51/1 KEs hat mir aber doch keine Ruhe gelassen und so habe ich gegen Anfang der 1990er Jahre das vergleichsweise bescheidene Hobby entwickelt, eine Simson „Schwalbe“ zu fahren. Das ist ein tolles Gefährt und vermutlich eines der besten Produkte, die die ehemalige DDR je hervorgebracht hat. Und es war für mich sozusagen schon auch ein Fortschritt: die „Schwalbe“ läuft ganz offiziell 60 km/h und hat eine Sitzbank. Mittlerweile fehlten mir aber schon die Soziusfahrerinnen … Ich fand meine erste „Schwalbe“ für wenig Geld in der Nähe von Heidelberg – eine weiße 1976er KR 51/1 K . Ich fahre sie nach einer langen Pause auch heute wieder; mittlerweile habe ich sogar noch eine 1984er KR 51/2 E, die ich allmählich restauriere (meine „Gelbe“; Simson "Schwalbe" KR 51/2 Ldie aparte Farbe hieß jedoch offiziell „saharabraun“).
Gegen Anfang dieses Jahres – wir schreiben 2016 – kam mir dennoch das Motorrad plötzlich und ziemlich unvermittelt wieder in den Sinn. Wie ein Korken, der unter Wasser gehalten plötzlich frei wird und an die Oberfläche steigt. Ich kann mir denken, daß es an meiner Altersstufe liegt, ja ja – das geht ja auch vielen Anderen so, wie man hören kann. Da wird man nun bald sechzig und hat das Gefühl, jetzt unverwirklichte Dinge in die Tat umsetzen zu müssen, bevor man zu alt dafür wird. Es kann einem sogar herausrutschen, „jetzt noch“ zu sagen. Wie dem auch sei – ist ja möglich, okay, kann ja sein, Mist. Aber außer ebendem habe ich noch das Gefühl, daß ich nun doch auch einmal zusätzlich etwas anderes tun darf als immer an Musik zu denken. Klar, das Motorradfahren braucht seine (frei-)zeitlichen Räume, die es irgendwie zu schaffen gilt. Aber dieses Mal habe ich nicht lange gefragt und gezaudert. Ich habe Geld zusammengekratzt und mich im März zum Motorradführerschein angemeldet. Gleich schon auch einen Sturzhelm gekauft und eine schicke Lederjacke mit Schulter- und Rücken-Protektoren.
Leider ist so eine schicke, dicke Lederjacke im Sommer einfach viel zu warm. Man muß trotzdem ein langärmliges Unterhemd drunterziehen, weil man sonst am Futter festkleben bleibt. Wenn Du mit der ganzen Ritterrüstung in der prallen Sonne an einer Ampel stehst, fühlst Du Dich jedes Mal wie in einer Sauna. Das zog schon bald die Anschaffung einer zweiten Garnitur (mit Netzgewebe) für den Sommer nach sich. Bis ich mit dem Motorrad-Plan weiterkam, wurde es nämlich dann auch Sommer.
Kaum hatte ich mich bei der Fahrschule angemeldet, erfuhr ich, daß man heutzutage erst die theoretische Prüfung ablegen muß, bevor man Fahrstunden nehmen kann. Jedenfalls handhabt diese Fahrschule das so – wegen irgendwelcher Präzendenzfälle; ein paar Deppen hätten in der Fahrstunde die Maschine beschädigt und Schadenersatzforderungen mit der Behauptung abgelehnt, daß sie bestimmte Dinge zum Handling eines Motorrades im Theorieunterricht ja noch garnicht erfahren hätten usw. Mit diesem Quatsch seien die sogar „durchgekommen“. Daraufhin habe ich also erstmal die Theorie gepaukt und im April die Prüfung absolviert. Gar nicht mal so einfach. Jedenfalls schwieriger als in der 1980er Jahren, als ich den Autoführerschein gemacht habe. Anschließend war in der Fahrschule wegen Krankheitsausfällen und Urlaubszeiten für gut sechs Wochen plötzlich kein Fahrlehrer verfügbar, so daß ich bis gegen Ende Juni auf Fahrstunden warten mußte. Danach habe ich aber Gas gegeben und bekam dann endlich am fünften Juli den ersehnten Motorradführerschein (der alten Klasse 1 bzw. seit 2013 neuen Klasse A  – jedenfalls für Motorräder ohne Begrenzung an Hubraum und PS).
Mein „Plan A“ – gewissermaßen also passend zur Führerscheinklasse – bestand darin, ein möglichst schweres „Cruiser“-Motorrad zu fahren. Übrigens sagen viele Leute stattdessen „Chopper“ dazu, aber das ist eigentlich etwas anderes (s. ggf. ->diesen Wikipedia-Artikel). Am besten sollte es eine Kawasaki VN 1600 „Tourer“ werden – also quasi wieder eine „Kawa“ (s. o.). Ein Bild von einem Motorrad und ein ordentlicher Brocken. Die sind allerdings auch nicht gerade billig zu haben und für irgendeinen Gebrauchtpreis um die € 7000.- stand jedenfalls vorläufig noch nicht ausreichend Geld zur Verfügung. Um aber nicht auf irgendwelche ungewissen Optionen warten zu müssen, entwickelte ich einen „Plan B“ mit dem Inhalt, erst einmal für die nächsten ein, zwei Jahre eine preigünstige, möglichst solide „Tourer“-Maschine zu kaufen. Außer einer 650er Honda „NTV“ war mein Favorit eine Yamaha XJ 900 „Diversion“ (eine „Sport-Tourer“ wie damals die Kawasaki Z1 – dieser auch ansonsten durchaus ähnlich: ein luftgekühlter Vierzylinder-Reihenmotor mit praktisch gleichem Hubraum). So eine fand ich bei einem Händler für € 2.300.- mit innerhalb ihrer zwanzig Jahre (Baujahr 1996) gerade mal 17.000 gefahrenen Kilometern. Als Neuling wußte ich nicht, daß diese geringen Laufleistungen bei Motorrädern jedoch eher ein negatives Kriterium darstellen: es sind meist „Stand-Schäden“ zu erwarten wie poröse Dichtungen, Schimmelbildung in feuchten Garagen, Rost, Rückstände von altem Öl 29072016_1etc. in Motor und Vergaser usw. usf. Die Maschine lief auch ganz leicht „unrund“ – was ich als Laie aber garnicht bemerkt habe. Ich war glücklich und fuhr erstmal ein paar schöne Touren durch Odenwald, Kraichgau und in die Südpfalz. Freilich habe ich bemerkt, daß es da einen deutlichen Benzingeruch um die Maschine herum gab, vor allem jedes Mal, wenn ich die Plane abnahm. Tatsächlich hat sich herausgestellt, daß mindestens ein Vergaser undicht war. Und Schwimmer vertauscht eingebaut. Und und … Zum Glück lernte ich in der Zeit den H.-G. Fischer kennen, der unter der Bezeichnung „FischerMen´s Bike“ eine Yamaha-Werksvertretung betreibt, und obendrein als prominenter Rennfahrer eindeutig der „Yamaha-Häuptling der Pfalz“ ist. Kunden kommen von weit her. Um es kurz zu machen: er hat meine Maschine inspiziert und reichlich Defekte, noch mehr schlechte Reparaturen, auch Schimmel an Luftfilter und Kabelbaum vorgefunden. Eine größere „Baustelle“ also. Wiederum zum Glück war mein Händler, von dem ich die Maschine gekauft hatte (Hutzel Motorräder), sehr fair und hat mir den Kaufpreis sofort zurück erstattet. Solcherart anständige Leute werden seltener …
Da saß ich nun. Einen Versuch unternahm ich noch im Bereich des „Plan B“, indem ich mich um eine Yamaha XV 1100 bemühte. Keine „Tourer“ mehr, stattdessen schon ein veritabler „Cruiser“ – wenn auch meist nur sehr alte Baujahre auf dem Markt sind; man hört auch von reparaturanfälligem Anlasserfreilauf usw. Aber leider hatte H.-G. Fischer keine von ihm geprüfte Kommissionsmaschine zur Verfügung. Ich hätte mit ungewissem Ausgang bis irgendwann in nächste Jahr hinein warten müssen – und auf dem Gebrauchtmarkt wollte sich niemand finden, der bereit gewesen wäre, seine Maschine dem Häuptling Fischer vorzuführen. Ich hatte es u. a. mit einem Frankfurter Privatverkäufer probiert, aber auch der spielte nicht mit. Von dem einen Fehlkauf hatte ich aber genug und finde auch, daß es ein schlechtes Zeichen ist, wenn ein Verkäufer mit einer fachmännischen Überprüfung seiner Ware irgendein Problem hat.
Es hat wohl alles so sein müssen – ich brauche eigentlich immer mehr als einen Anlauf für meine Projekte. Das kenne ich eigentlich schon… Plötzlich ging dann nämlich doch die Tür zu „Plan A“ auf. Ich fand ein günstiges Angebot einer phantastisch ausgestatteten Kawasaki VN 1700 (!) „Classic“ LT und konnte mir die Hälfte des Kaufpreises leihen. Damit ging es. Der Verkäufer war reell und fair, hatte auch kein Problem damit, daß ich die Maschine  zu einer gut 40 Kilometer entfernten Werkstatt zur dortigen ambulanten Inspektion probegefahren bin.
Die Maschine ist enorm, ein richtiger „Büffel“ – was auch gleich mein zumindest Meine Kawasaki VN 1700 und ich - am Tag des Kaufes im Septermber 2016.derzeitiger Spitzname für sie geworden ist. Sie ist einfach klasse und ich kann nicht finden, daß eine Harley besser ist! Na ja gut, hab ja auch keine eigenen Erfahrungen … Mein „Büffel“ hat 75 PS und sogar ABS. Und einen Motor mit 1700 Kubikzentimetern, ein Riesenaggregat! Die Yamaha war mit dem auch schon recht respektablen Gewicht von knapp 270 kg bei 90 PS dennoch recht sportlich ausgelegt, jedoch ist dies hier nochmal ein anderes Kaliber. Der „Büffel“ wiegt leer ca. 350 kg und ich muß allerhand über das Manövrieren und Rangieren lernen. Die Maschine läuft wunderbar kraftvoll, mit einem enormen Drehmoment aus tiefsten Drehzahlen heraus. Sie macht es mir nicht schwer in den Kurven, aber es gibt natürlich auch in solchen Dingen noch einiges zu lernen. Der Klang ist übrigens großartig mit diesem Riesenmotor und obendrein der „Miller“-Auspuffanlage, die einen richtigen, fetten Bass-Sound bringt, dabei aber nicht etwa zu laut ist (und natürlich einen ganz offiziellen ABE-Eintrag in den Papieren hat). Ein echtes Kontrabass-Moped eben! Mir fehlt noch Übung, aber ich komme schon gut zurecht. Es ist entgegen meiner anfänglichen Befürchtung nicht problematisch, gleich mit einer so schweren Maschine anzufangen. Für problematisch halte ich es eher, wenn recht junge Leute mit einer recht schnellen Maschine anfangen – wenn man mich schon fragt. Aber dieser „Büffel“ ist sowieso nicht zum Schnellfahren gedacht. Das geht zwar auch, aber dem Stil dieser Maschine entspricht am ehesten ein beschauliches Dahingleiten, vorzugsweise auf Landstraßen. Ich habe viel Respekt vor der Kraft und dem Gewicht der Maschine sowie der potentiellen Gedankenlosigkeit anderer Fahrer und bewege mich vorsichtig.
Es kommen natürlich von allen möglichen Seiten grundsätzliche Einwände gegen das Motorradfahren, aber ich sage dann immer: „wenn ich Angst davor hätte, würde ich es bleiben lassen. Aber ich habe im Prinzip keine. Ich habe vielleicht Angst vor allerhand Dingen und Menschen, aber nicht vor dem Motorradfahren. Basta.“
Tatsächlich macht es mich sehr glücklich und ich fühle mich beschenkt, das erleben zu dürfen.
Das will ich jetzt mal hier als Schlußwort stehen lassen.

*) Doch noch eines: zum Stichwort „kleiner anfangen“ hätte freilich gehört, daß ich immer auch ein passionierter Fahrradfahrer war. Das begann mit einem Kinderfahrrad zu meinem, ich glaube, vierten Geburtstag. Es hatte Stützräder, die ich nach der Erzählung meiner Eltern gleich noch am selben Tag abgebaut haben wollte – ein für allemal, wie ich heute sagen möchte (gebe Gott, daß es so bleibt). Ich erinnere mich jedenfalls gut an dieses erste Fahrrad und habe es geliebt – wie auch fast alle anderen Zweiräder, die danach in meinen Besitz kamen. Heute fahre ich ein 2002er „Specialized“ Trekking-Rad und je nach Gelegenheit auch mein uraltes, inzwischen modernisiertes „NSU“-Damenrad, das ich 1983 herren- bzw. eher damenlos im Schuppen vor meiner damaligen Karlsruher Hinterhauswohnung gefunden habe. Also sind alle Zweiräder irgendwie parallel im Einsatz: Fahrräder, Schwalben, „Büffel“-Motorrad. Bin halt eben ein richtiger Zweirad-Freak, nicht wahr.
🙂

**) Eine Honda „Super Cup“ ist zwar seit den 1960er Jahren bis heute der – insbesondere in Fernost – meistverkaufte Motorroller der Welt, gleichwohl in Deutschland nach wie vor sehr selten. Also auch damals schon; mir war garnicht bewußt, was für eine Rarität ich da hatte. Sicherlich ist sie mir auch deshalb so umgehend geklaut worden.
Übrigens: in der Konzeption mit Beinschildern in Kombination mit großen Rädern ist sie eigentlich ein „Scooter“ und kein „Roller“. Insofern hat die „Super Cub“ einiges mit der „Schwalbe“ gemein. Die Honda hat jedoch als wesentlichsten Unterschied einen Viertaktmotor.

Nachtrag vom 05.08.2017
Mobylette (Mini-Moby) und VN 1700 nebeneinander.Station eines Ausfluges in Schweigen-Rechtenbach am „Deutschen Weintor“. Genau so eine „Mini-Moby“ hatte ich (1972).
Hier sieht man also den Beginn eines „roten Fadens mit meinen motorisierten Zweirädern“ und den heutigen Stand. Da läßt es sich trefflich interpretieren, nicht? Ich hoffe, es möge zu meinen Gunsten ausgehen und gestatte mir also zu glauben, daß meine Entwicklung dem ungefähr entsprechen dürfte (nicht nur äußerlich).
Der Typ im Hintergrund mit dem roten Hemd stellte sich übrigens als recht jovialer Besitzer der „Mini-Moby“ heraus. Er sagte, er nutze sie, um „durch die Weinberge zu brausen“. Seine „Velo-Solex“ sei zu schwach dazu. Aha. Ich dachte so für mich, daß er es sich anscheinend doch etwas allzu bequem macht. Obendrein ist es offiziell illegal, nicht wahr? Wie dem auch sei – für mich persönlich käme für solche Ausflüge jedenfalls nur das Fahrrad in Frage (mal vom Wandern abgesehen). Na ja …

(Die Bilder in diesem Beitrag können zum Vergrößern angeklickt werden.)

Leave a Reaction

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.