Promote Your Music!

promote!Die Antwort aus der nebenstehenden Email-Korrespondenz bringt es auf den Punkt – all right!
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Seit geraumer Zeit sind die Chancen, von Musik zu leben, allgemein im Schwinden begriffen.
Es scheint sowieso längst zu einer Selbstverständlichkeit verkommen zu sein, daß es Musik überall umsonst geben müsse (von der Problematik im Zusammenhang mit der P-Partei  hier einmal zu schweigen) ; man ist ja auch praktisch überall und bis in die Sch…häuser hinein von permanenter Dudelei umgeben.
Das bringt mich zum Nachdenken darüber, ob musikalische Umweltverschmutzung nicht eigentlich nur eine Art Teilaspekt der Weltsituation mit der allgemeinen ökologischen Lage sei…

In der Pop-Szene ist man bereits besonders weit unten angekommen: eine sich ausbreitende, ultimative Form des „pay to play“ besteht darin, daß Bands, die als „support act“ (früher „Vorgruppe“ genannt) auftreten wollen, ganze Tourneen nicht nur unbezahlt spielen, sondern Bestechungsgelder für diese Promotions-Gelegenheit bezahlen müssen, um „reinzukommen“; man spricht mehr oder weniger offen von „sich ein-kaufen“.

In den USA – uns immer so schrecklich voraus – ist man, wie das folgende Zitat von David Graeber (aus „Inside Occupy“, 2012) belegt, wahrhaftig schon weit gekommen :

„ … Will man eine Laufbahn nicht nur um des Geldes willen einschlagen, also eine in den Künsten, in der Politik, im Journalismus oder im sozialen Bereich, dann wird man erst mal zwei Jahre lang partout nicht bezahlt. Wie ich nach dem College-Abschluß selbst feststellen durfte, rückte eine undurchdringliche Bastion unbezahlter Assistenstellen und Praktika solche Berufe für immer außerhalb der Reichweite all jener, die nicht über die Mittel verfügen, um einige Jahre in New York oder San Francisco wohnen zu können. …“.

Ich glaube, wir sind hier – wie in vielen anderen Dingen – auf demselben unguten Weg.

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